Die Aktivriege machte Adelboden während der Turnfahrt unsicher
Anlässlich der Turnfahrt des Jahres 2022 begaben wir uns rund eine viertel Stunde vor 17:00 Uhr in Biel-Benken auf den Bus, um gemeinsam zum Bahnhof SBB zu verschieben. Dort angekommen erwartete uns bereits die erste Überraschung, welche wohl ein Geschenk von Petrus war. Es regnete so stark, dass wir bereits nach dem Weg vom Bus bis zum Eingang des Bahnhofs komplett durchnässt waren und eine Kollision zwischen rennenden Menschen beobachten durften. Dank dessen konnten wir alle Wasser sparen, denn wir mussten am Abend dieses Tages nicht mehr duschen. Als wir kurz darauf in den Zug einstiegen, mussten wir feststellen, dass unsere reservierten Plätze nicht angeschrieben waren, weshalb die anderen Fahrgäste sich weigerten, uns die Plätze zu überlassen. Nach kurzen Abklärungen bekamen wir dann das Angebot, in der ersten Klasse Platz zu nehmen, was wir glücklicherweise nicht taten. Es wäre wirklich schade gewesen, wenn wir die drei Bierdosen und noch weitere Getränke auf die schönen Sitze der ersten Klasse gegossen hätten. Zwei Züge, eine Busfahrt und zwei Zurechtweisungen später kamen wir bei unserer Unterkunft, dem Gasthof Ruedy-Hus in Adelboden, an. Dort wurde uns das Programm des Wochenendes bekannt gegeben und wir begaben uns relativ zeitnah in unsere Betten, wo wir dann feststellen durften, wie gut man mit Hilfe einer Musikbox seine Kameraden wachhalten kann.
Am Samstag mussten wir in aller Herrgottsfrühe unsere Betten wieder verlassen, da wir bereits die nächste Bus- und Zugfahrt vor uns hatten. Wir begaben uns nach Kandersteg, wo wir uns um ca. 9 Uhr in die senkrechte Wand zwischen Kandersteg und Allmenalp begaben. Mit uns waren zwei weitere Personen dabei, die uns sehr schön aufzeigten, dass wir ein Sportclub sind, denn diese wurden von uns innerhalb von einer Stunde etwa zwei Stunden abgehängt. Um 11 Uhr erreichten wir, beinahe rekordzeitverdächtig, die Hütte auf der Allmenalp, wo wir Unterschlupf vor dem Regen fanden. Dieser hat glücklicherweise erst kurz vor unserer Ankunft eingesetzt, sodass wir den kompletten Klettersteig im trockenen absolvieren konnten. Den Abstieg zurück nach Kandersteg wurde in der Gondel in Angriff genommen und es gab dabei keine Verluste. Im späteren Verlauf des Abends begaben wir uns in den wunderschönen Dorfkern von Adelboden, wo wir uns dann, nachdem wir diverse Arbeiten an Häusern kritisiert hatten, in einem «unserem Niveau angepasstem», sprich noblem Restaurant verpflegten. Abgesehen von einem Verdauungsspaziergang lief an diesem Abend aufgrund mangelnder Energie nicht mehr viel und wir begaben uns gestaffelt in die Federn.
Gefühlt fünf Minuten vergingen und der Wecker brachte Unruhe in unseren Schlaf. Nach kurzer Verpflegung in Form von «Gipfeli», welche wir vor der Haustür fanden, begaben wir uns auf den Bus, welcher uns zur Gondel brachte. Dort mussten wir bereits die erste Person zurücklassen, da die Gondel «voll war» und es viel zu gefährlich gewesen wäre, wenn noch eine Person eingestiegen wäre. Als wir kurz darauf wieder vollständig waren, begaben wir uns mit der Gondel zum Ausgangspunkt, wo sich jeder ein Trottinett fasste und wir langsam und kontrolliert den Berg hinunterfuhren. Dies taten wir so oft, bis wir rund 45 Kilometer gefahren sind. Ziemlich am Anfang kam es zu einem Sturz von Leon und Tobias, welcher jedoch nicht weiter tragisch war, lediglich Tobias war ein wenig gekränkt, weil seine neuen Jack&Jones-Hosen, die er sich vor kurzem für 40 CHF gekauft hatte, nun ein Loch aufweisen. Da es auf der Strecke Gegenverkehr in Form von Personenwagen, Traktoren, Radfahrern und Spaziergängern hatte und wir von einem freundlichen Herrn darauf hingewiesen wurden, dass wir nicht einmal über Scheibenbremsen verfügen, fuhren wir, verantwortungsbewusst wie wir sind, langsam um die Kurven. Vermutlich gab es dank diesem Verhalten bloss einmal eine Beinahe-Kollision mit einem Personenwagen. Verpflegt haben wir uns mit Würsten, die wir in unseren Rucksäcken transportierten. Ohne verletzte Personen begaben wir uns nun auf die letzte Abfahrt des Tages. Vor rund zwei Jahren hatte Simon Jäggi einen Sturz mit einem Trottinett, weshalb sich Simon Späti dachte, er würde dies nun zur Tradition machen und holte sich in den letzten zehn Metern der Abfahrt noch blutige Hände, sowie eine blutige Schulter. Tradition ist Tradition, daher empfehle ich Simon Bubendorf, in zwei Jahren beim Trottinett fahren eine anständige Ausrüstung anzuziehen. Die Fahrt zurück nach Biel-Benken verlief relativ unspektakulär. Gewisse Personen hatten einen Kampf gegen das Einschlafen, Andere, namentlich Aaron, entschlossen sich kurzerhand, unter den Sitzplätzen auf dem Boden des Zuges zu schlafen. Mani hingegen hielt es für eine gute Idee, sein Gepäck im Zug stehen zu lassen, sodass er dies für den Rest der Reise nicht mehr tragen musste. Da am Sonntag unser Lieblingsbus mit der Nummer 60 nur all 30 Minuten fährt, gab es nochmals einen letzten Spaziergang bevor sich unsere Wege wieder trennten und wir uns alle zurück in unseren Alltag begaben.
An dieser Stelle möchte ich noch ein Dank aussprechen an Urs, welcher die Turnfahrt plante und schlussendlich krankheitsbedingt nicht dabei sein konnte.
Für Sie vor Ort Lucas Quain, welcher über die Ereignisse der Gondelfahrt am Sonntag gerne berichtet hätte.