, Jäggi Michael

Turnfahrt Aktive Herren 01.09-03.09 2023

Wie üblich hatten wir keine Ahnung, wo hin es uns dieses Jahr auf der Turnfahrt verschlagen wird. Wir wussten nur, dass wir ein Bike brauchten und der ganze Spass drei Tage dauern wird.

Um 14:45 war der Treffpunkt auf dem Pausenplatz bei der neuen Turnhalle und wie üblich kamen alle zehn Minuten zu spät. Wir sind langsam ein gut eingespieltes Team. Damit wir auf dem Velo nicht so schwer zu tragen hatten, kam Aaron mit dem Geschäftsauto mit. Bei ihm konnten wir unser Gepäck abgeben. Mit dem leichten Tagesgepäck auf dem Rücken ging es dann los Richtung Blauen. Unser erstes Ziel war Liesberg, genauer der Hof meiner Verwandten Fränzi und Markus Wackernagel. Unsere Route führte uns über das Mäzerlenkreuz nach Röschenz und dann weiter nach Kleinlützel. In Kleinlützel angekommen, gab es die erste Bestandsaufnahme. Das Wasser war bereits ausgetrunken, einer der Turnenden (den wir hier nicht mit Namen erwähnen) hatte sich auf der Abfahrt von Röschen nach Kleinlützel bei einem Sturz fast den Hals gebrochen und der Erste beklagte sich schon darüber, dass er stark Luft im Reifen verliere. Von Kleinlützel auf den Albachhof suchten wir uns die steilste Strasse aus und konnten das Velo zum ersten Mal an dieser Turnfahrt schieben. Endlich auf dem Hof angekommen, bezogen wir unsere Nachtlager im Stroh. Für das Nachtessen liessen wir uns nicht lange bitten, denn alle hatten Hunger. Es gingen alle früh schlafen, da uns Urs schon den ganzen Tag in den Ohren lag, wie anstrengend der morgige Tag werden würde. Das Fazit der Nacht: Quaderballen sind keine weiche Unterlage und das mit dem Vollmond ist ja schön, nur nicht, wenn er dein Schlafplatz beleuchtet, als ob es Tag wäre. Fränzi lies uns mit einem herrlichen Frühstück die Nacht jedoch schnell vergessen und wir brachen zeitig auf. Es ging weiter Richtung Bärschwil, wo es wieder einmal hiess: Bike schieben. Fürs Mittagessen überfielen wir eine Beiz. Die Wirtin wusste gut mit uns umzugehen und es gab für alle Rahmschnitzel mit Nudeln oder Pommes. Nun ging es nicht mehr weit bis zu unserem nächsten Zwischenziel. Wir haben erneut im Stroh auf einem Hof geschlafen, welcher sich auf Übernachtungen spezialisiert hat. Man darf festhalten, dass wir einen guten Abend gehabt haben, denn wir haben mit unserem Gesang auch noch die anderen Gäste unterhalten. Dann wurde es spät, bis alle ihr Bett wieder gefunden haben. Nicht mehr so fit ging es dann am Sonntag weiter Richtung unserem Ziel: Biel. Unser Routenplaner Urs hatte schon am Vortag unsere Route gekürzt, damit wir nicht mehr allzu viele Höhenmeter erklimmen mussten. Die Fahrt nach Biel war eine Radio Tour; sehr gemütlich und nicht sehr anstrengend. In Biel angekommen, stimmten wir darüber ab, ob wir jetzt in Biel bleiben wollen und einen gemütlichen Nachmittag am See verbringen, oder ob wir weiter an den Murtensee fahren. Wir haben uns für die Weiterfahrt entschieden, was nicht unbedingt alle glücklich machte.

Ich nenn die Dinge beim Namen: wir fuhren in einem Höllentempo nach Murten, als wäre der Leibhaftige hinter uns her und im Nachhinein wären wir lieber in Biel geblieben.

Als wir nach drei Tagen und 135 km Velofahrt endlich am Murtensee angekommen sind, war ich ziemlich am Ende. Wir gingen noch in ein ziemlich miserables Restaurant Mittagessen und nach eine kurzen Schwumm im See zog es uns dann endlich nach Hause. Wir luden die Velos bei Aaron auf das Auto und fuhren mit dem Zug zurück nach Biel-Benken. Ich denken, alle freuten sich auf das bequeme Bett zu Hause und eine Gute Mütze Schlaf nach dieser anstrengenden, aber sehr ereignisreichen Turnfahrt.

Michael Jäggi