Die Aktivriege am Eidgenössischen Turnfest in Lausanne
Das ETF-Lausanne, wo Wege nicht zu kurz waren...
Endlich! Nach sechs Jahren war es wieder so weit: Wir durften an die grösste Breitensportveranstaltung der Schweiz, das Eidgenössische Turnfest (ETF) in Lausanne.
Am Donnerstag, dem 19. Juni 2025, starteten wir frühmorgens um 6 Uhr unsere Anreise. Nach rund 2,5 Stunden Zugfahrt und mit noch etwas müden Gesichtern kamen wir in Lausanne an.
Bei strahlendem Sonnenschein begann unser dreiteiliger Vereinswettkampf. Für einige startete der Tag mit dem Fachtest, für andere mit der Pendelstafette. Zeit zum Ausruhen blieb kaum, denn schon bald mussten wir mit dem Bus weiter zum nächsten Wettkampfort. In der Mittagshitze ging es mit Weit- und Hochsprung weiter und auch unsere Gymnastikgruppe gab an einem anderen Ort ihr Bestes bei ihrem Tanz. Beim 800-Meter-Lauf auf der heissen Tartanbahn floss dann der Schweiss in Strömen. Zum Abschluss zeigte unsere Getu-Gruppe die Gerätekombination, angefeuert und unterstützt von unseren engagierten Vereinsmitgliedern.
Nach und nach trafen die Resultate ein, mit der Schlussrechnung erhielten wir die Endnote 25.290 und belegten damit den 190. Schlussrang. Insgesamt beurteilen wir unseren Wettkampf als durchzogen. (Zum Vergleich; Am Eidgenössischen Turnfest in Aarau vor sechs Jahren erreichten wir noch eine Endnote von 26.79).
Nach dem letzten Wettkampfteil marschierten wir in der prallen Sonne zum Zeltplatz, wo wir unsere Zelte aufschlugen. Mit unserem voll bepackten Getränkeleiterwägeli ging es anschliessend an den See. Dort erhielt jedes Mitglied der Aktivriege einen für das ETF extra angefertigten Bierhumpen als “Bhaltis”. Wir stiessen auf unseren mehr oder weniger gelungenen Wettkampf an und reflektierten den Tag. Einige kühlten sich im Genfersee ab, während andere bei einem kühlen Bier den Schatten genossen. Nach dem gemeinsamen Abendessen an den Food-Ständen zogen wir weiter aufs Festgelände, wo wir den Abend bei Trunk und Tanz ausklingen liessen.
Der 2.Tag des ETF`s begann für die einen mit mehr, für die anderen mit weniger Kopfschmerzen. Wir starteten entspannt mit einem selbst organisierten Frühstück auf dem Zeltplatz, mit frischen Brötli aus einer lokalen Bäckerei und alles, was dazu gehört.
Danach war Unterstützung angesagt; Wir machten uns auf den Weg zu den verschiedenen Wettkampfplätzen, um unsere Vereinskoleg:innen bei ihren Wettkämpfen anzufeuern. Am Nachmittag erkundeten einige die Sponsoringmeile, andere gönnten sich ein Apéro am See oder holten etwas Schlaf nach.
Am Abend fand traditionsgemäss der Vereinsapéro mit allen aktiven Turner:innen statt. In gemütlicher Atmosphäre am See genossen wir unsere Getränke, knabberten Chips und tauschten uns mit Kolleg:innen aus anderen Riegen aus. Zudem wurde Reto Kleiber, welcher nun 10 Jahre die Aktivriege geleitet hat verdankt und von allen gefeiert. Herzlichen Danke Reto!
Der 3. Tag begann für uns erneut ganz entspannt mit einem gemeinsamen Frühstück.
Da wir schließlich ein Sportverein sind und manche offenbar noch nicht genug Bewegung hatten, stand heute ein spielerisches Programm auf dem Plan. Bei strahlender Sonne verbrachten wir den Tag am See mit Beachvolleyball, Spikeball, Ultimate und natürlich mit der einen oder anderen Abkühlung im erfrischenden Wasser. Ein kleiner Wetterumschwung mit Regen und leichtem Hagel führte dann doch dazu, dass wir unsere Zelte vorsichtshalber begutachteten. Ganz so schlimm wars nun nicht, alle Zelte blieben stehen, und reingeregnet hat es wohl auch nirgends.
Langsam, aber sicher merkte man, dass die ganze Schweiz nun in Lausanne angekommen war. Die Busse waren randvoll und das Festgelände füllte sich mit zahlreichen Besucher:innen. Ein Highlight des letzten Abends war auf jeden Fall der legendäre Unterhosenlauf, auch einige Mitglieder des SCBB waren mit am Start. Wir genossen ein letztes Mal die einzigartige Feststimmung und die besondere Atmosphäre, die das Eidgenössische Turnfest auszeichnet.
Am letzten Tag begann der Morgen mit dem Zeltabbau und einem kleinen Frühstück. Anschliessend verstauten wir unser Gepäck im Transporter und fuhren mit dem Bus zur grossen Schlussfeier im Stade de la Tuilière.
Die Feier war vielseitig mit Tanz, Gesang, beeindruckende turnerische Darbietungen und natürlich die Rangverkündigung. Traditionell wurde die Schlussfeier mit dem Fahnenlauf abgeschlossen. Unser Riegenfähnrich David Jäggi rannte „wie’s Bisiwätter“ mit. Es war berührend, noch einmal all die verschiedenen Vereine zu sehen, die sich alle mit Begeisterung dem Turnsport widmen.
Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss...
Busse zum Bahnhof? Fehlanzeige! Das war auch nicht geplant warum, wissen wir bis heute nicht. So absolvierten wir einen gefühlten Marathon von 3,7 km, rund 50 Minuten Fussmarsch in der prallen Sonne durch Lausanne. Immerhin gab es auf dem Weg Wasser, einen Apfel und Erfrischungsstationen, um den Kopf zu kühlen.
Etwas orientierungslos und natürlich knapp bei Zeit kamen wir am Bahnhof an und wussten nicht ganz genau, wie und wo wir auf den Zug kommen. Nichtsdestotrotz haben es alle auf den Zug geschafft und wir sind pünktlich in Richtung Basel losgefahren. Von Basel ging es weiter nach Biel-Benken, wo wir traditionsgemäss von der Leutankstelle bis zum Schulhausplatz einliefen, begleitet von Applaus und der herzlichen Begrüssung verschiedener Dorfvereine.